Hitze, Sommer

Hitze im Sommer: 2.600 Todesfälle 2025 – Symptome und Notfallmaßnahmen

06.07.2026 - 08:03:32 | boerse-global.de

Mediziner geben Tipps zu Sonnenschutz, Reiseapotheke und Hitzegefahren. Die Tigermücke breitet sich aus, Hitzetote fordern Aufmerksamkeit.

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Hitze - Nahaufnahme der Hand eines älteren Menschen, die sanft das Knie berührt, symbolisiert Schmerzlinderung und Mobilität. 06.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sonnenschutz: Mythen und Fakten

Ein Sonnenbrand heilt meist von selbst. Die Behandlung zielt auf Linderung ab. Der Wiener Allgemeinmediziner Dr. Christian Maté empfiehlt kühlende Maßnahmen, Aloe Vera oder Calamin-Lotion. Auch entzündungshemmende Präparate über ein bis zwei Tage können helfen. Von Kortisoncremes rät er ab. Bei Blasenbildung, Fieber oder Übelkeit ist der Arzt gefragt.

In sozialen Medien kursieren Behauptungen, Sonnencreme sei krebserregend oder blockiere die Vitamin-D-Aufnahme. Fachleute widersprechen klar: Sonnenschutzmittel sind essenziell zur Hautkrebs-Prävention. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft UV-Strahlung als wichtigsten vermeidbaren Risikofaktor für Hautkrebs ein. Schutzmaßnahmen empfiehlt sie bereits ab einem UV-Index von 3.

Ein prominentes Beispiel zeigt die Gefahr: Leni Klum postete am 4. Juli ein Foto mit deutlichem Sonnenbrand. Ihre Mutter Heidi Klum wies öffentlich auf Lichtschutzfaktor 50 hin. Hautarzt Dr. Christoph Liebich betont: Jeder Sonnenbrand erhöht das Krebsrisiko.

Die richtige Reiseapotheke

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) empfiehlt eine Grundausstattung mit Insekten- und Sonnenschutz, Verbandsmaterial, Schmerzmitteln, Elektrolytlösungen sowie Mitteln gegen Übelkeit und Durchfall. Chronisch Kranke sollten ihre Medikamente stets im Handgepäck mitführen. Vier Wochen vor Reiseantritt ist der Impfstatus zu prüfen – besonders Hepatitis A/B, Tetanus und Polio.

Vorsicht bei bestimmten Medikamenten: Das Kreisgesundheitsamt Soest weist darauf hin, dass Betäubungsmittel wie starke Schmerzmittel, Cannabis oder ADHS-Medikamente eine ärztliche Bescheinigung brauchen. Das Gesundheitsamt muss diese beglaubigen. Es gibt unterschiedliche Formulare für den Schengen-Raum und andere Länder.

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Tigermücke auf dem Vormarsch

Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Europa aus. Laut Mückenforscherin Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung reichen wenige Millimeter Wasser zur Brut. Die Population erreicht Ende August ihren Höhepunkt. Die Tigermücke überträgt Viren wie Chikungunya, Dengue und Gelbfieber.

Das West-Nil-Virus hat sich laut Charité bereits in Berlin etabliert. Um Brutstätten zu vermeiden, empfehlen Experten: Regentonnen abdecken, Vogeltränken alle drei Tage reinigen, stehendes Wasser in Garteneimern vermeiden.

Hitze: Lebensgefahr im Sommer

Die Zahlen sind alarmierend: Laut Robert Koch-Institut (RKI) starben 2025 bis August rund 2.600 Menschen in Deutschland an Hitzefolgen. Pharma Deutschland warnt vor Symptomen eines Sonnenstichs – Schwindel und Übelkeit. Ein Hitzschlag mit Bewusstseinsstörungen und Krämpfen ist lebensbedrohlich. Betroffene müssen sofort gekühlt werden, bei schweren Symptomen ist der Notarzt zu rufen.

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Regionale Besonderheiten gibt es etwa am Bodensee. Hausärztin Bettina Köhler berichtet von der Enten-Dermatitis – ein juckender Ausschlag durch Parasitenlarven. Auch Zeckenbisse mit Borreliose- oder FSME-Risiko sind dort häufig. Experten raten zur schnellen Entfernung der Parasiten und zur Beachtung lokaler Warnhinweise.

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