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iPhone 18 Pro: Apple hebt Preis auf 1.399 Euro wegen Chipkrise

21.06.2026 - 08:54:47 | boerse-global.de

Apple reagiert auf explodierende Speicherchip-Kosten mit Preiserhöhungen fĂŒr iPhones und MacBooks. Die Chipknappheit treibt die Preise massiv an.

Apple erhöht iPhone- und MacBook-Preise drastisch wegen Chipkrise
Apple - Close-up of a circuit board with glowing memory chips, symbolizing rising component costs and supply chain challenges for tech companies like Apple. 21.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Tim Cook spricht von einer „Jahrhundertflut“ auf dem Speichermarkt.

Der Apple-CEO erklĂ€rte im GesprĂ€ch mit dem Wall Street Journal, dass steigende Komponentenpreise die aktuellen Kostenstrukturen des Konzerns nicht mehr tragfĂ€hig machen. Besonders die Knappheit bei Speicherchips bezeichnete Cook als generationenĂŒbergreifende Herausforderung.

Explodierende Herstellungskosten treiben die Preise

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Im Zentrum der Preisspirale stehen die Speicherbausteine DRAM und NAND-Flash. Die Materialkosten fĂŒr das kommende iPhone 18 Pro liegen SchĂ€tzungen von TechInsights zufolge bei umgerechnet rund 726 Euro – ein Anstieg von 25 Prozent gegenĂŒber dem VorgĂ€ngermodell.

Die Zahlen im Detail: 12 Gigabyte DRAM kosten inzwischen 145 Euro statt 39 Euro. 256 Gigabyte Flash-Speicher schlagen mit 51 Euro zu Buß, verglichen mit 13 Euro zuvor. Analysten von Morgan Stanley beziffern den Preisanstieg bei Speicherbauteilen innerhalb der letzten zwölf Monate auf das Sechsfache.

Um eine Gewinnmarge von 47 Prozent zu halten, mĂŒsste Apple das iPhone 18 Pro fĂŒr rund 1.371 Euro anbieten. Branchenbeobachter rechnen jedoch mit einem Einstiegspreis von 1.399 Euro. Bank-of-America-Analyst Wamsi Mohan prognostizierte Mitte Juni zusĂ€tzliche AufschlĂ€ge von 100 Euro fĂŒr die Pro- und Pro-Max-Modelle.

Auch andere Produktlinien sind betroffen: Bestimmte Konfigurationen der 14-Zoll- und 16-Zoll-MacBook-Pro-Modelle verteuerten sich bereits um 200 Euro.

KI-Boom verschÀrft Chip-Knappheit

Haupttreiber der Speicherknappheit ist der explosionsartig wachsende Bedarf an KĂŒnstlicher Intelligenz. WĂ€hrend Unternehmen wie Nvidia durch hohe Vorauszahlungen langfristige LiefervertrĂ€ge sichern konnten, kĂ€mpfen andere Hersteller um freie KapazitĂ€ten.

Selbst Apples enorme Einkaufsmacht reicht nicht mehr aus, um sich gegen die Marktverschiebungen zu schĂŒtzen, wie die Marktforscher von Gartner und IDC betonen. FĂŒr 2027 prognostizieren sie einen Chip-Fehlbestand von 15 Prozent im PC-Markt und 12 Prozent bei Smartphones – das entspricht rund 134 Millionen fehlenden MobilgerĂ€ten.

Der gesamte Speicherchip-Markt soll 2026 auf umgerechnet 890 Milliarden Euro anwachsen – ein gewaltiger Sprung von 220 Milliarden Euro im Jahr 2025. Branchendienst TrendForce berichtet, dass die Vertragspreise fĂŒr NAND-Flash im zweiten Quartal 2026 um 70 bis 75 Prozent stiegen, DRAM verteuerte sich um bis zu 63 Prozent.

Apple setzt auf Intel und heimische Produktion

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Als Reaktion auf die volatile Lieferkette baut Apple einem Bericht vom 20. Juni zufolge eine neue Partnerschaft mit Intel auf. Ziel ist die Chip-Fertigung in den USA, um die AbhÀngigkeit von internationalen Lieferketten zu reduzieren.

WĂ€hrend Apple noch Spielraum hat, geraten kleinere Hersteller massiv unter Druck: Einige haben bereits geplante Hardware-Veröffentlichungen wegen der untragbaren Speicherpreise gestrichen. Intel-FĂŒhrungskrĂ€fte rechnen nicht vor 2028 mit einer Entspannung der Halbleiter-Lieferkette.

Trotz der Preissteigerungen sehen Marktbeobachter wie CCS Insight Chancen fĂŒr Apple. Der Konzern verfĂŒgt ĂŒber 62 Milliarden Euro an Netto-LiquiditĂ€t – ein Polster, das Wettbewerbern fehlt. Analysten erwarten, dass Apple sogar Marktanteile gewinnen könnte, wĂ€hrend Konkurrenten die Kosten nicht mehr stemmen können oder schlicht keine Chips bekommen.

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