Studie, Atemübungen

Neue Studie: Atemübungen schlagen Wut-Austoben

17.05.2026 - 10:23:18 | boerse-global.de

Eine Metaanalyse zeigt: Aktives Ausleben von Wut verstärkt negative Emotionen. Entspannungstechniken wie Atemübungen senken den Erregungszustand effektiver.

Neue Studie: Atemübungen schlagen Wut-Austoben - Foto: über boerse-global.de
Neue Studie: Atemübungen schlagen Wut-Austoben - Foto: über boerse-global.de

Entspannungstechniken senken den Erregungszustand – und wirken besser als Dampfablassen.

Lange galt die Annahme: Wer sich richtig auskotzt, fühlt sich besser. Eine Metaanalyse aus 2024 mit über 10.000 Teilnehmern widerlegt das nun. Wer seine Wut aktiv auslebt – durch Boxen, Schreien oder Joggen – verlängert die negative Emotion oft, statt sie zu mildern.

Die Psychologin Franca Cerutti erklärt: „Intensive körperliche Aktivitäten schnitten beim kurzfristigen Beruhigen schlechter ab als Nichtstun.“ Wesentlich wirksamer sind Methoden, die den Erregungszustand des Körpers aktiv senken. Dazu zählen tiefes Atmen, Meditation, Yoga und progressive Muskelentspannung.

Anzeige

Rückenschmerzen, Verspannungen oder Muskelschwäche sind oft die Folge von dauerhafter körperlicher und mentaler Anspannung. In diesem kostenlosen Ratgeber stellt ein renommierter Sportmediziner 17 effektive Übungen vor, die in nur 3 Minuten täglicher Anwendung für sofortige Linderung sorgen. 17 einfache Wunderübungen jetzt gratis anfordern

Diese Techniken greifen direkt ins Nervensystem ein und fördern messbare Entspannung. Auch kontrolliertes Schreien in geschützten Räumen wird vereinzelt genannt – etwa für pflegende Angehörige. Doch die wissenschaftliche Evidenz spricht klar für beruhigende Atemübungen als primäres Werkzeug zur Stressbewältigung.

Steigende Burnout-Zahlen alarmieren Unternehmen

Die Relevanz der Techniken zeigt eine Umfrage von Spring Health aus dem Frühjahr 2026. Rund 61 Prozent der über 500 befragten Personalverantwortlichen in fünf Ländern berichten von einem Anstieg der Burnout-Fälle im vergangenen Jahr. Fast die Hälfte sieht darin eine der größten Herausforderungen für ihre Unternehmen.

Besonders tückisch: den sogenannten stillen Burnout erleben rund 30 Prozent der Mitarbeiter. Experten des „Hacking HR Workplace Wellbeing & Mental Health Summit“ betonen, dass Burnout oft ein strukturelles Designproblem am Arbeitsplatz sei. Führungskräfte gelten als eine der am stärksten gefährdeten Gruppen.

Ein Mangel an psychischen Gesundheitsleistungen erhöht das Risiko um bis zu 69 Prozent. Als Präventionsmaßnahmen empfehlen Fachleute faire Arbeitslasten, eine etablierte Erholungskultur, Manager-Trainings und besseren Zugang zu psychologischer Unterstützung.

Hormoneller Burnout betrifft vor allem Frauen

Die Notwendigkeit zur aktiven Stressregulierung ergibt sich aus den biologischen Folgen. Dauerstress führt zu permanenter Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin. Die hormonelle Schieflage kann Bluthochdruck, Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen.

Die Gynäkologin Camila Bolonhezi beschreibt das Phänomen des hormonellen Burnouts: Chronischer Stress beeinflusst den Menstruationszyklus und verstärkt Symptome wie Akne, Erschöpfung oder Libidoverlust.

Eine schwedische Langzeitstudie mit Daten von 3,6 Millionen Frauen aus den Jahren 2001 bis 2022 belegt den Zusammenhang. Frauen mit prämenstruellem Syndrom (PMS) oder der schwereren Form PMDD tragen ein doppelt so hohes Risiko für psychische Erkrankungen. Bei Depressionen ist das Risiko um das 2,7-Fache erhöht, bei ADHS sogar um das 3,55-Fache.

Die Forscher vermuten gemeinsame biologische Mechanismen bei den Neurotransmittern Serotonin und Dopamin. Besonders betroffen: Frauen unter 35 Jahren.

Pflegende Angehörige unter Doppelbelastung

Neben Frauen im gebärfähigen Alter sind pflegende Angehörige eine Hochrisikogruppe. 70 Prozent der Pflegenden zwischen 18 und 64 Jahren arbeiten parallel. Die Doppelbelastung führt zu extremer Reizbarkeit und Erschöpfung.

Präventive Strategien wie Atemübungen oder organisatorische Entlastung durch Medikamenten-Batching sollen die körperlichen Folgen des Dauerstresses abmildern.

Selbstregulation als tägliche Routine

Psychologen wie Jill Baier vergleichen Regulierungsübungen für das Nervensystem mit Zähneputzen. Das Ziel: kleine, regelmäßige Einheiten wie bewusste Atempausen, die das System vor Überlastung schützen.

Die Barmer bietet im Mai 2026 umfangreiche Informationen zu Digital Detox, Resilienz und dem Impostor-Syndrom an. Regionale Bildungszentren reagieren auf den Bedarf: Die VHS Roth führt über zwei Dutzend Kurse zu Qi Gong, Klangschalen-Entspannung und Wald-Gesundheitstraining durch.

Anzeige

Der ständige Druck im Berufsalltag führt bei vielen Menschen dazu, dass sie trotz hohem Einsatz am Abend das Gefühl haben, nichts bewirkt zu haben. Dieser kostenlose Guide zeigt Ihnen 7 praxiserprobte Methoden, wie Sie Ihre Aufgaben stressfrei bewältigen und wieder Zeit für das Wesentliche gewinnen. 7 Techniken für effektives Zeitmanagement kostenlos sichern

Prominente Unterstützung gibt es durch den Podcast von Fußballprofi Robin Gosens. Künstler wie Max Giesinger sprechen offen über ihre Therapieerfahrungen und den Umgang mit Erfolgsdruck.

Flexiblere Arbeitszeiten und Fokus auf Jugend

Für die Zukunft zeichnen sich zwei Entwicklungen ab: Die Flexibilisierung der Arbeitswelt und eine stärkere Fokussierung auf Jugendgesundheit. Politische Pläne sehen vor, die tägliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden durch ein wöchentliches Modell von durchschnittlich 48 Stunden über sechs Monate zu ersetzen.

Experte Guido Zander betont: Das bedeute keine Abschaffung des Achtstundentags, sondern mehr Flexibilität für zeitgemäße Lebensmodelle.

Die euroregionale Jugendstudie „Youth Euregional Scan“ (YES) zeigt für 2026: Über ein Drittel der Jugendlichen in Städten wie Krefeld berichtet von psychischen Problemen. Einsamkeit und Leistungsdruck sind die Hauptursachen. Einsame Jugendliche tragen ein viermal höheres Risiko für psychische Belastungen.

Programme wie „AUStauschZEITEN“ für Eltern chronisch kranker Kinder und öffentliche Informationsabende zu psychosozialen Aspekten der Schmerztherapie markieren den Weg hin zu einer präventiv orientierten Gesundheitsgesellschaft. Atemtechniken und Achtsamkeit bilden dabei die Basis für individuelle Resilienz.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69354354 |