OpenAI, Samsung

OpenAI: Samsung und L'Oréal unterzeichnen Millionen-Deals

22.06.2026 - 16:32:54 | boerse-global.de

OpenAI gewinnt Samsung und L'Oréal als Großkunden. Die KI-Tools werden in Produktion und Beauty-Beratung integriert.

OpenAI schließt Großverträge mit Samsung und L'Oréal
OpenAI - A sleek server room with blue data streams and a digital human silhouette, symbolizing AI enterprise and consumer technology. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Samsung stattet seine gesamte Belegschaft mit KI-Tools aus, L'Oréal bringt virtuelle Beauty-Beratung in den Chat.

Samsung setzt auf KI für die gesamte Produktion

Samsung Electronics führt ChatGPT Enterprise und Codex flächendeckend ein. Die südkoreanische Konzernzentrale sowie die weltweite Device-eXperience-Sparte – zuständig für Smartphones, Fernseher und Haushaltsgeräte – erhalten Zugriff auf die OpenAI-Technologie. Ziel ist die Integration künstlicher Intelligenz in Forschung, Entwicklung, Fertigung, Marketing und Verwaltung.

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Besonders bemerkenswert: Der Deal kehrt ein früheres Verbot generativer KI bei Samsung wieder um. Das Unternehmen hatte den Einsatz solcher Tools nach Sicherheitsbedenken intern untersagt. Nun setzt der Elektronikriese voll auf die Technologie – und das mit einem der größten Enterprise-Verträge, den OpenAI je abgeschlossen hat.

Die Entwicklerplattform Codex erlebt seit Februar einen regelrechten Boom. In Südkorea stieg die Nutzung um 800 Prozent, weltweit verzeichnet das Tool mehr als fünf Millionen wöchentliche Nutzer. Der neue Rahmenvertrag baut auf einer Absichtserklärung zur Halbleiterkooperation auf, die beide Unternehmen bereits im Oktober 2025 unterzeichnet hatten.

L'Oréal macht ChatGPT zum Beauty-Berater

Auf der VivaTech 2026 in Paris präsentierte L'Oréal eine strategische Partnerschaft mit OpenAI. Das Beauty-Unternehmen integriert seine virtuelle Make-up-Anprobe – basierend auf der ModiFace-Technologie – direkt in ChatGPT. US-Verbraucher können dort künftig personalisierte Produktempfehlungen für Marken wie Lancôme und Kérastase erhalten.

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Doch die Zusammenarbeit geht weit über den Kundenservice hinaus:
- L'Oréal nimmt an einem Werbe-Pilotprogramm von OpenAI für Marken wie SkinCeuticals, CeraVe und Garnier teil
- Intern nutzt der Konzern die hauseigene „CreAItech“-Plattform
- Ein spezialisiertes Modell namens GPT-Rosalind unterstützt die Hautmikrobiom-Forschung für La Roche-Posay

Bereits 73.000 Mitarbeiter hat L'Oréal im Umgang mit generativer KI geschult. Das Unternehmen treibt die Digitalisierung der Beauty-Branche damit massiv voran – ein Bereich, der in Deutschland für Kosmetikriesen wie Beiersdorf oder Henkel zunehmend strategische Bedeutung gewinnt.

Getty Images und Sea Ltd.: Zwei weitere Puzzleteile

Parallel zu den Großdeals hat OpenAI zwei weitere Partnerschaften bekannt gegeben. Mit Getty Images schloss der Konzern einen mehrjährigen Display-Vertrag. Lizenzierte Bildinhalte der Agentur erscheinen künftig in den Suchergebnissen von ChatGPT. Getty-CEO Craig Peters betonte, dies mache KI-gestützte Suchen vertrauenswürdiger. Wichtig: Die Bilder dienen ausschließlich der Anzeige – nicht dem Training der KI-Modelle. Getty hatte bereits Ende 2025 eine ähnliche Vereinbarung mit Perplexity AI getroffen.

Ebenfalls am Montag gab OpenAI eine strategische Allianz mit Sea Ltd. bekannt. Das südostasiatische Internetunternehmen integriert KI in seine E-Commerce-Plattform Shopee und unterstützt damit Softwareentwicklung sowie kleine Unternehmen in Südostasien und Brasilien. Für OpenAI ist dies ein wichtiger Schritt in Wachstumsmärkte, in denen bisher vor allem lokale Anbieter dominieren.

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