Psychische, Erkrankungen

Psychische Erkrankungen: 14 Prozent der Fehltage bei jungen Berufstätigen

05.07.2026 - 06:40:30 | boerse-global.de

Junge Arbeitnehmer fehlen zunehmend wegen psychischer Leiden. Präventionsansätze wie das Schulfach Glück zeigen erste Erfolge.

DAK-Report 2025: Psychische Fehltage bei Berufseinsteigern steigen
Psychische - Junge Erwachsene in einem modernen Klassenzimmer, die aktiv an einer Diskussion teilnehmen und nachdenklich wirken. 05.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der DAK-Report 2025 zeigt die Dringlichkeit. Bildungseinrichtungen reagieren längst mit präventiven Maßnahmen.

Glücksunterricht statt Krisenmodus

Am Rhein-Maas-Berufskolleg in Kempen läuft das Schulfach Glück seit 2022. Lehrkräfte wie Silke Trenk vermitteln dort Resilienz und Selbstwirksamkeit. Das Ziel: Schüler sollen Herausforderungen aktiv begegnen, statt in Passivität zu verfallen.

Wissenschaftliche Begleitstudien der PH Karlsruhe belegen die Wirksamkeit. Die Ergebnisse zeigen: Prävention lässt sich lernen.

Achtsamkeit unter Beschuss

Doch der Trend hat auch Schattenseiten. Anfang Juli diskutierten Barbara Bleisch und Autorin Kathrin Fischer über die Kehrseite der Achtsamkeit. Fischers These in ihrem Buch „Achtsam geht die Welt zugrunde“: Wer sich nur auf innere Ruhe konzentriert, riskiert den gesellschaftlichen Wandel zu blockieren.

Die Kritik zielt auf eine Praxis, die Achtsamkeit zur reinen Selbstoptimierung nutzt. Strukturelle Ursachen von Stress oder ökologischen Krisen bleiben dabei auf der Strecke.

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Auf dem AlpenKlimaGipfel im Juli suchten Experten nach Wegen vom Wissen zum Handeln. Der Alpenraum dient als Beispiel für die Verbindung von individuellem Bewusstsein und kollektiver Transformation.

Lieferando-Mentalität: Wenn der Staat alles richten soll

Markus Lanz und Richard David Precht warnen vor einer wachsenden Erwartungshaltung: Der Staat müsse sämtliche Alltagsprobleme lösen. Precht sieht die Ursache in den Strukturen des Sozialstaats, die individuelle Verantwortungsbereitschaft schwinden lassen.

Gleichzeitig mehren sich Berichte über Arbeitnehmer, die sichere Positionen aufgeben. Eine IT-Fachkraft aus den USA kündigte mit 53 Jahren, um in einem kleineren Unternehmen neu anzufangen. Solche Schritte erfordern Selbstakzeptanz und den Mut zur Unsicherheit.

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Krisen als Sprungbrett

Jennifer Lopez betonte in einem Gespräch im Juli: Persönliche Umbrüche können als Chance dienen. Auch die Band Elevator Boys greift das Thema auf – ihre neue Single handelt von Selbstliebe und Wachstum.

Die Industrie reagiert: Apple stellte im Juli eine Software-Suite für digitale Kreative vor. Professionelle Werkzeuge im Abo-Modell unterstützen die individuelle Ausdrucksfähigkeit.

Die Botschaft der aktuellen Entwicklung: Akzeptanz bedeutet nicht Resignation. Sie bildet das Fundament für berufliche Neuorientierungen und die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen – vom Klimawandel bis zum Fachkräftemangel.

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