Libanon, Israel

Libanon: Israel greift weiter Gesundheitseinrichtungen an

22.05.2026 - 08:58:05 | dpa.de

Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon gehen trotz Waffenruhe weiter.

Im Libanon wurde dabei in der Nacht nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA eine Einrichtung des Islamischen Gesundheitsdiensts angegriffen. Dabei wurden demnach vier Mitarbeiter getötet. Zwei SanitĂ€ter seien verletzt worden. Das israelische MilitĂ€r Ă€ußerte sich zu dem Angriff zunĂ€chst nicht.

Der Gesundheitsdienst steht der Hisbollah nahe. Israel greift im Libanon immer wieder auch Gesundheitseinrichtungen und medizinische Teams an. Es wirft der vom Iran unterstĂŒtzten Hisbollah vor, diese als Tarnung zu missbrauchen, um Waffen und KĂ€mpfer zu verstecken.

Mehr als 100 BeschÀftigte im Gesundheitswesen getötet

Die libanesische Regierung, die keine Konfliktpartei im aktuellen Krieg ist, weist das zurĂŒck. Gesundheitsminister Rakan Nassereddine verurteilte die Angriffe kĂŒrzlich als "systematische gezielte Zerstörung des Gesundheitssektors". Seit Beginn der jĂŒngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah Anfang MĂ€rz wurden nach Behördenangaben 116 BeschĂ€ftigte im Gesundheitswesen getötet. 16 KrankenhĂ€user wurden demnach beschĂ€digt und 147 Krankenwagen angegriffen.

Die israelische Armee gab unterdessen an, zwei bewaffnete Menschen nahe der israelischen Grenze im SĂŒdlibanon getötet zu haben. Außerdem sei ein verdĂ€chtiges Luftobjekt auf dem Weg in den israelischen Luftraum identifiziert worden. Der Kontakt dazu sei jedoch verloren gegangen, bevor es israelisches Gebiet erreicht habe. Verletzte habe es nicht gegeben.

Im Zuge des Iran-Kriegs ist es auch zu einer erneuten Eskalation zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah gekommen. Die libanesische Regierung und Israel haben sich zwar Mitte April auf eine Waffenruhe geeinigt. Die gegenseitigen Angriffe wurden jedoch nicht eingestellt. Israel verbleibt auch mit Truppen im SĂŒdlibanon. Die Hisbollah lehnt Verhandlungen mit Israel ab.

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