Ălpreise stabil - US-PrĂ€sident Trump droht dem Iran erneut
11.06.2026 - 15:51:29 | dpa.deDie Notierung fĂŒr ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im August wurde am Nachmittag bei 93,39 Dollar gehandelt und damit etwa auf dem Niveau vom Vortag.
Am frĂŒhen Nachmittag war der Preis fĂŒr Brent-Ăl zeitweise etwas stĂ€rker gestiegen, auf ĂŒber 94 Dollar. Zuvor hatte Trump mit der Ăbernahme der fĂŒr Irans Ălindustrie wichtigen Insel Charg gedroht. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werde man die Insel und andere Ăl-Infrastrukturpunkte ĂŒbernehmen und die "vollstĂ€ndige Kontrolle" ĂŒber Irans Ăl- und GasmĂ€rkte erlangen, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Er kĂŒndigte zugleich schwere Angriffe auf den Iran fĂŒr die Nacht an.
Im zĂ€hen Ringen ĂŒber eine Vereinbarung zum Ende des Iran-Kriegs erweist sich eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran weiter als brĂŒchig. Zuletzt haben Irans StreitkrĂ€fte nach eigenen Angaben als Reaktion auf US-Angriffe im SĂŒden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait angegriffen.
Zuvor hatte das US-MilitĂ€r iranische Behauptung zurĂŒckgewiesen, die StraĂe von Hormus sei vollstĂ€ndig gesperrt. Vielmehr wurde erklĂ€rt, dass Schiffe die fĂŒr den Ălhandel aus den Fördergebieten am Persischen Golf wichtige WasserstraĂe weiterhin passieren können.
Im Gegensatz zur frĂŒhen Phase des Iran-Kriegs sorgt eine Eskalation der Lage nur noch fĂŒr geringe Anstiege beim Ălpreis. Rohstoffexperten erkennen eine Reihe von Faktoren, die derzeit die Ălpreise bremsen. Unter anderem wird zunehmend Rohöl durch Pipelines aus den Fördergebieten am Persischen Golf geliefert und damit die StraĂe von Hormus umgangen. DarĂŒber hinaus hat China zuletzt weniger Ăl auf dem Weltmarkt gekauft, wĂ€hrend die USA das Angebot erhöht haben.
