Niedersachsens MinisterprÀsident: EntlastungsprÀmie ist vom Tisch
12.05.2026 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deGegen die PrĂ€mie hatte Ende vergangener Woche der Bundesrat gestimmt. "Ich glaube, dass die nun vom Tisch ist", sagte Lies. Die einzige Chance wĂ€re vielleicht noch gewesen, sie auf 2026 zu begrenzen. Das hĂ€tte die Auswirkungen reduziert, Ă€ndere aber nichts am Grundproblem. Viele Unternehmer könnten dies gerade nicht leisten. Eher brauche es eine Einkommenssteuerreform, die viele Menschen und Unternehmen langfristig entlaste. Alles andere sei jetzt aber vergossene Milch. Man mĂŒsse nach vorn schauen und daran arbeiten, dass man es ab jetzt besser mache, forderte der MinisterprĂ€sident.
Niedersachsen hatte im Gegensatz zu anderen SPD-gefĂŒhrten LĂ€ndern im Bundesrat mit Ja gestimmt. Mit Blick auf die Ablehnung von Mecklenburg-Vorpommern (Manuela Schwesig) und Brandenburg (Dietmar Woidke) sagte Lies, die beiden hĂ€tten aus nachvollziehbaren GrĂŒnden dagegen gestimmt. Er selbst empfinde die PrĂ€mie nicht als die glorreichste aller Ideen. Man habe dieser Möglichkeit nicht im Wege stehen wollen, obwohl auch Niedersachsen die PrĂ€mie nicht hĂ€tte zahlen können. "Aber wir wollten mit der Zustimmung Niedersachsens ganz bewusst zeigen: Wir respektieren Entscheidungen der Bundespolitik und tragen sie mit", sagte Lies. Sonst könne das Ganze ja nicht funktionieren.
Der niedersĂ€chsische MinisterprĂ€sident sagte aber auch: "Das, was Freitag geschehen ist, darf so nicht wieder passieren." Man mĂŒsse kĂŒnftig die Strukturen der MinisterprĂ€sidentenkonferenz besser fĂŒr Abstimmungen nutzen. Lies forderte zudem, die GrĂŒnen besser einzubinden, schon allein, weil man sie zum Partner habe in vielen LĂ€ndern. Ein grundlegendes Problem bleibe dabei, dass die Bundesregierung nicht versucht habe, die EntlastungsprĂ€mie frĂŒhzeitig mit den LĂ€ndern abzustimmen.
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