Niedersachsen, Deutschland

VerdÀchtiger im Fall Maddie aus Haft entlassen

17.09.2025 - 09:31:31 | dpa.de

2020 keimte plötzlich Hoffnung auf, das Verschwinden der dreijÀhrigen Maddie in Portugal doch aufzuklÀren. Der Mann, den Ermittler in dem Fall unter Mordverdacht haben, ist nun aber frei.

  • Blick auf die Justizvollzugsanstalt Sehnde in der Region Hannover.  - Bild: Moritz Frankenberg/dpa
    Blick auf die Justizvollzugsanstalt Sehnde in der Region Hannover. - Bild: Moritz Frankenberg/dpa
  • Vor Ort sind viele Medienvertreter. - Bild: Michael Matthey/dpa
    Vor Ort sind viele Medienvertreter. - Bild: Michael Matthey/dpa
Blick auf die Justizvollzugsanstalt Sehnde in der Region Hannover.  - Bild: Moritz Frankenberg/dpa Vor Ort sind viele Medienvertreter. - Bild: Michael Matthey/dpa

Der im Fall Maddie VerdÀchtige ist aus der Haft entlassen worden. Der 48-jÀhrige Deutsche habe die Justizvollzugsanstalt im niedersÀchsischen Sehnde verlassen, sagte der Polizeipressesprecher vor Ort der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann hat eine GefÀngnisstrafe, zu der er 2019 vom Landgericht Braunschweig im Wesentlichen wegen schwerer Vergewaltigung verurteilt worden war, abgesessen.

Im Fokus ist der mehrmals vorbestrafte SexualstraftĂ€ter seit einigen Jahren, weil deutsche Ermittler ihn im Fall Madeleine McCann unter Mordverdacht haben. Das damals dreijĂ€hrige britische MĂ€dchen verschwand am 3. Mai 2007 aus einer Appartementanlage in Praia da Luz in Portugal. Im Juni 2020 informierte die Staatsanwaltschaft Braunschweig ĂŒberraschend darĂŒber, dass sie vom Tod des MĂ€dchens ausgehe und einen VerdĂ€chtigen habe. 

Sein Verteidiger sprach mit Blick auf die VerdĂ€chtigungen öffentlich von einer «massiven Vorverurteilungskampagne». Es gibt keine Anklage in dem Komplex und es gilt die Unschuldsvermutung. FĂŒr die deutschen Ermittlungen zu dem Fall aus Portugal sind die Strafverfolger aus Niedersachsen zustĂ€ndig, weil der VerdĂ€chtige seinen letzten Wohnsitz in Braunschweig hatte.

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