Rheinland-Pfalz, Deutschland

GroßeinsĂ€tze gegen WaldbrĂ€nde in Gebieten mit Kampfmitteln

28.06.2026 - 11:50:46 | dpa.de

In einem brennenden Areal in Rheinland-Pfalz kommt es zu Explosionen, auch an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg lĂ€uft ein großer Einsatz. Andernorts brennt es ebenfalls.

  • In der Nacht brannte es lichterloh in dem Waldgebiet in Rheinland-Pfalz.    - Bild: Sebastian Schmitt/dpa
    In der Nacht brannte es lichterloh in dem Waldgebiet in Rheinland-Pfalz. - Bild: Sebastian Schmitt/dpa
  • In der Gorischheide ist die Feuerwehr auch mit Sonderfahrzeugen vor Ort.  - Bild: Robert Michael/dpa
    In der Gorischheide ist die Feuerwehr auch mit Sonderfahrzeugen vor Ort. - Bild: Robert Michael/dpa
In der Nacht brannte es lichterloh in dem Waldgebiet in Rheinland-Pfalz.    - Bild: Sebastian Schmitt/dpa In der Gorischheide ist die Feuerwehr auch mit Sonderfahrzeugen vor Ort.  - Bild: Robert Michael/dpa

WaldbrĂ€nde als Folge der anhaltenden Trockenheit haben Feuerwehren in mehreren Ecken Deutschlands in Atem gehalten. In Rheinland-Pfalz brach ein Feuer in einem Gebiet mit Kampfmitteln im Boden aus, dort gab es Explosionen, ein Ort musste teilweise gerĂ€umt werden. Ein grĂ¶ĂŸerer Einsatz lief auch in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg, wo Feuerwehren versuchten, einen erneuten Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. Auch andernorts loderten Flammen. Deutschland wird seit Tagen von einer Hitzewelle beherrscht. 

Im rheinland-pfĂ€lzischen Kreis Bad Kreuznach war der Waldbrand nach Kreisangaben am Samstagnachmittag an einem Steilhang in der NĂ€he des Ortes Traisen ausgebrochen. Am spĂ€ten Samstagabend wurden erst einzelne GebĂ€ude in unmittelbarer NĂ€he gerĂ€umt, in der Folge entschieden die EinsatzkrĂ€fte, mehrere Straßen im nördlichen Teil von Traisen zu rĂ€umen. 

RÀumung von GebÀuden bis nachts um 2 Uhr 

Menschen mussten bis 2.00 Uhr in der Nacht GebĂ€ude in einem Radius von einem Kilometer um den Brand verlassen, eine Notunterkunft wurde eingerichtet. Der Kreis bot Ă€lteren oder kranken Menschen sowie MĂŒttern mit Kindern unter drei Jahren an, sich zu melden, damit Hotelzimmer vermittelt werden können. 

Es bestehe derzeit keine Gefahr fĂŒr die HĂ€user im Evakuierungsgebiet, die RĂ€umung erfolge vorsorglich, betonte der Kreis. Es habe Explosionen in dem Gebiet gegeben, der herbeigerufene KampfmittelrĂ€umdienst bewerte die Lage fortlaufend, berichtete eine Kreissprecherin. 

Die Feuerwehr versuchte, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. DafĂŒr sollten laut Kreissprecherin Schneisen am Rand des Brandgebietes geschlagen werden. Außerdem sollte der Brand mit Hilfe von BewĂ€sserung an der Feuerfront in Grenzen gehalten werden. 

Böiger Wind bereitet Sorgen in der Gohrischheide

In der Gohrischheide in Ostdeutschland fĂŒrchtete man einen vorhergesagten böigen Wind, weil dieser zu Funkenflug und neuen BrandausbrĂŒchen fĂŒhren kann. Man habe das Feuer ĂŒber Nacht auf einem eingeschlossenen Abschnitt halten können, teilte Zeithains BĂŒrgermeister Mirko Pollmer (parteilos) am Sonntagmorgen mit. Mit ansteigenden Temperaturen und aufkommendem Wind im Tagesverlauf gehe man aber davon aus, dass das Feuer noch einmal aufflammen werde.

Auch dieses Feuer war am Samstag ausgebrochen, in der Gohrischheide hatte es erst vor einem Jahr den grĂ¶ĂŸten Waldbrand seit Jahrzehnten in Sachsen gegeben. Auch das Gebiet im Landkreis Meißen ist munitionsbelastet, was Löscharbeiten erschwert. Ortschaften waren von dem Feuer zunĂ€chst nicht bedroht. 

Bereits seit Mittwoch sind EinsatzkrĂ€fte mit einem Großbrand bei Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern beschĂ€ftigt. Am Sonntag wollte die Feuerwehr hier unter anderem einen Randbereich des stark munitionsbelasteten ehemaligen sowjetischen Panzerschießplatzes kĂŒhlen. 

Zumindest wanderten die Flammen nicht mehr weiter Richtung Norden, wo sich eine Strom- und dahinter eine Bahntrasse befinden. Der Stromnetzbetreiber Edis hatte die Leitung am Freitag vorsorglich abgeschaltet, das hatte aber keine Auswirkungen auf Verbraucher. Auch hier kann die Feuerwehr wegen einer starken Belastung mit Altmunition das Areal nicht betreten, auch hier gab es bereits Explosionen. 

WaldbrÀnde auch in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gilt ein Blitzeinschlag als mögliche Ursache fĂŒr einen Waldbrand in einem Ortsteil der Stadt TangerhĂŒtte im Landkreis Stendal. Hier brannten rund 600 bis 700 Quadratmeter Kiefernwald ab. In Blankenburg im Landkreis Harz, ebenfalls in Sachsen-Anhalt, ging die Feuerwehr auf einer FlĂ€che von ungefĂ€hr 4,5 Hektar gegen Flammen vor. Auch Löschflugzeuge waren im Einsatz.

de | unterhaltung | 69645921 |

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